Rettungskarte

Auf der Rettungskarte finden Einsatzkräfte alle notwendigen Informationen, um nach einem schweren Autounfall das Fahrzeugwrack an der richtigen Stelle aufzuschneiden und die Insassen schnellstmöglich und schonend zu retten. 

Auf ihr sind für die Rettung relevante Bauteile, wie Airbag, Gurtstraffer, Batterie, Kraftstofftank oder Karosserieverstärkungen in einer Fahrzeugskizze dargestellt. Außerdem stellt die Rettungskarte optimale Angriffspunkte für Spreizer und Rettungsschere dar, um Sprachproblemen vorzubeugen, sind viele Angaben mittels Symbolen und Skizzen in diesem Leitfaden angegeben.

Durch die Fortschritte in der Fahrzeugentwicklung, vor allem im Bereich der Sicherheit, wurden vermehrt verstärkende Elemente in Fahrzeugkarosserien verbaut. Diese Elemente erschweren den Zugang zum Fahrzeuginneren für eine Rettung. Nach einer Studie des ADAC erhöht sich die für eine Bergung benötigte Zeit bei neueren Fahrzeugmodellen drastisch. So dauert es bei zwischen 2005 und 2007 gebauten Fahrzeugen in fast der Hälfte der Fälle länger als eine Stunde bis zur Einlieferung des Unfallopfers in ein Krankenhaus. Für die Baujahre 1990 bis 1992 beträgt diese Quote nur zwanzig Prozent.

In Deutschland hat der Verband der Automobilindustrie seit der Einführung des Airbags Anfang der 90er Jahre Fachinformationen für Feuerwehren veröffentlicht. Mit den deutschen Feuerwehren hat der VDA ab 2007 intensiv an der Erstellung von herstellerübergreifenden einheitlichen Rettungsdatenblättern - und einer "vfdb-Richtlinie zur rettungstaktischen Vorgehensweise" - gearbeitet. Die Rettungsdatenblätter wurden im März 2009 angekündigt und auf der IAA 2009 den Feuerwehren vorgestellt. In der Zwischenzeit wurden die Standards für die Rettungsdatenblätter von den meisten Fahrzeugherstellern außerhalb des VDA übernommen.

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