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Rauchmelderpflicht

Seit 01.01.2015 müssen alle Wohnungen in Hessen mit Rauchmeldern ausgestattet sein. Dies gilt sowohl für Neubauten als auch für Altbauten und Umbauten. Diese Pflicht ist in der Hessischen Bauordnung (HBO) §13 Abs. 5 verankert.

 

Die Rauchmelderpflicht sollte nicht als lässtige Pflicht wahrgenommen werden, denn gerade nachts, wenn man schläft und die Sinne eingeschränkt sind, können Rauchmelder Leben retten.

Heutige Materialien in Möbel und anderen Alltagsgegenständen enthalten hohe Anteile an Kunststoffen, die schnell und heiß brennen und gleichzeitig sehr giftigen, schwarzen Brandrauch entwickeln. Eine Flucht bei zu späten Erkennen wird unmöglich und kann tödlich ausgehen.

 

Rauchmelder müssen in allen Schlafzimmern und Kinderzimmern verbaut werden. Die Position an der Zimmerdecke sollte so gewählt werden, dass ein frühzeitiges Auslösen im Brandfall gewährleistet ist. Zusätzlich müssen Flure, die als Fluchtweg genutzt werden, ebenfalls mit Rauchmeldern ausgestattet sein.

 

Für die Anschaffung und den Einbau der Geräte ist der Eigentümer der Wohnung verantwortlich. Jedoch ist für die Betriebsbereitschaft der Mieter verantwortlich, außer es wurden andere Vereinbarungen mit dem Eigentümer besprochen. Jährlich sollte eine Sicht- und Funktionsprüfung durchgeführt werden. Dabei sollte der Rauchmelder von Staub befreit werden und mittels des Testknopfes auf Funktion überprüft werden. Das genaue Vorgehen der Prüfung, ist der Betriebsanleitung des Geräteherstellers zu entnehmen.

 

Neben den möglich tödlichen Folgen der Missachtung der Rauchmelderpflicht ist, dass die Versicherung im Schadensfall eine Zahlung verweigert.

 

Auch ein Raucherhaushalt sollte auf Rauchmelder nicht verzichten. Die heutigen Geräte arbeiten so zuverlssig, dass eine Fehlauslösung durch Zigarettenrauch nicht stattfindet, außer man pustet den Zigarettenrauch direkt hinein. Auch auf Partys zuhause, wo mehrere rauchen, sollte der Rauchmelder nicht entfernt werden. Eine Lüftung der Wohnung bei Verrauchung sollte vorgezogen werden und genügen, eine Auslösung zu vermeiden.

 

Auf dem Markt befinden sich zahlreiche Geräte. Angefangen über einfache Rauchmelder, die am Ort des Rauches auslösen, bis hin zu Geräten, die miteinander über Funk verbunden sind und auch in entfernten Räumlichkeiten, die nicht direkt betroffen sind auslösen. Hierbei entscheidet die Größe des Wohnobjekts und des Budgets.

 

Es sollte darauf geachtet werden, dass sich zum einen das CE-Prüfzeichen und die EN-Norm EN-14604 auf dem Rauchmelder befindet.

Es ist zu empfehlen, dass man beim Kauf auf zusätzlich Qualitätsmerkmale achtet. Rauchmelder mit Logos von VdS oder Kriwan sind getestete Produkte und stehen für hohe Qualität. Sollte man auf der Verpackung ein Q mit einer kleinen Flamme darin finden, so kann man von einem hochwertigen Produkt ausgehen. Diese haben eine hohe Zuverlässigkeit und die Batterielaufzeit beträgt in der Regel 10 Jahre. Eine Falschauslösung ist vermindert.

 

Folgende Krieterien sollten vorhanden sein:

• Lautstärke mindestens 85dB

• Taste für Testauslösung

• Rauchkammer, die von allen Seiten Rauch eindringen lässt

• Warnsignal bei Batterieschwäche

 

Der Preis variiert stark zwischen Baumarktprodukten und Produkten des Fachhandels. Zusätliche Prüfzeichen und Kontrollen durch Labore kosten in der Regel mehr, bieten aber auch ein höheres Maß an Sicherheit. Der Fachhandel kann zusätzlich noch weiterführende Tipps und Ratschläge geben. Auf den Kauf gebrauchte Rauchmelder sollte verzichtet werden. Spätestens alle zehn Jahre sollte ein Rauchmelder ersetzt werden.

 

In Räumen mit Holzofen empfiehlt sich zusätzlich das Anbringen eines Kohlenstoffmonoxidmelders, da dieses Gas geruchsneutral, farblos und sehr giftig ist.